Familienzuwachs

IMG_2573Da gibt es diesen Aufkleber für Geländewagen, den man manchmal sieht: „You can go fast, i can go anywhere.“ Going anywhere ist schon immer ein Traum von mir gewesen – weiterfahren zu können, wo die Hymermobile umkehren müssen. Entlegene Surfspots erreichen zu können oder einfach nur den traumhaften Aussichtspunkt an der Klippe ansteuern zu können, der dem Auto einiges abverlangt. Unseren Sprinter habe ich diesbezüglich optimiert so gut es geht. Wir machen richtig tolle Reisen damit und haben den Bus bisher sicher über jede Piste manövriert. Das ein oder andere Mal ist es eng gewesen. Im Herbst 2015 ist mir in Galizien die Kupplung abgeraucht – das Übersetzungsverhältnis des Sprinters lässt mit den großen Rädern an Steilhängen und in Sandgruben zu wünschen übrig – da fehlt die Untersetzung – es ist und bleibt nunmal ein 4×2 Transporter.

Den Gebrauchtwagenmarkt für Allradfahrzeuge beobachte ich schon einige Jahre. Immer wieder habe ich hin- und her überlegt in Bezug auf Antriebsart, Fahrzeuggröße und natürlich die Kosten. Vom Sprinter 4×4, Steyer 12M18 über Hanomag AL28 bis hin zum Lada Niva habe ich eine Menge Allrader probegefahren und bei Philipp aus dem Hanfbachtal habe ich Militärfahrzeuge besichtigt. Da ich mit dem Fahrzeug in den nächsten Jahren keine Weltreise plane, habe ich vorerst eine alltagstaugliche Größe ins Auge gefasst. Ein gewisses Maß an PKW-ähnlichem Fahrkomfort war wünschenswert, aber kein Muss.

Aufgrund meiner Leidenschaft für altes Blech habe ich mich bei der Suche auf Baujahre nicht jünger als 30 Jahre konzentriert – die historische Zulassung wird angestrebt.

Susann und ich träumen davon, uns irgendwann für einige Zeit auszuklinken und mit einem 4×4 Truck auf dem Landweg den Globus zu erkunden. Das Fahrzeug dazu möchte ich für uns entwerfen und natürlich selbst bauen. Um so einen Plan umzusetzen, benötigt man Zeit und eine größere Summe Geld. Bis es soweit ist, können sich unsere Lebensumstände und die Ansprüche an den fahrbaren Untersatz noch oft ändern – unser Vorhaben liegt noch in der Ferne. Hier wo wir leben, fühlen wir uns wohl. Unser Sohn liebt seine Kita, wir unternehmen gemeinsame Roadtrips mit dem Bus wenn wir Ferien haben und gehen im Alltag intensiv unseren Hobbys nach, die uns ausfüllen.

Da ich nun schon viele Jahre an Freizeitfahrzeugen baue, mussten im letzten Jahr endlich die geeigneten Räumlichkeiten her. Seit 2015 habe ich nun eine Halle mit Fahrzeug- und Schreinerei-Bereich zur Verfügung, um alle Arbeiten, die an den Campern anfallen, ordentlich ausführen zu können.

 

An unserem Sprinter gibt es immer etwas zu verbessern und vor kurzem ist ein weiteres Projekt hinzugekommen, denn an einem Wochenende im Januar 2016 habe ich mir den 4×4 Traum erfüllt. Es handelt sich um einen `86er Nissan Patrol Station Wagon W160 mit dem 3,2 Liter Turbodiesel. Das erste Projekt in der neuen Werkstatt wird nun die Restaurierung des Geländewagens, den ich als Expeditionsmobil herrichten möchte. Der Innenraum ist in einem guten und vor allem kompletten Zustand, sogar die dritte Sitzreihe ist vorhanden. Ich habe bereits begonnen den Innenraum zu entkernen und überlege zur Zeit noch, ob es auf eine Voll- oder Teilrestaurierung hinauslaufen wird. Es sind einige Schweißarbeiten zu erledigen und es ist gut möglich, dass auch der Lack der Restaurierung zum Opfer fallen wird. Über die Arbeiten werde ich hier berichten.IMG_2481Wenn Ihr Fragen zum Mercedes Sprinter und anderen Campervans habt oder etwas an Eurem Wohnmobil umbauen möchtet, meldet Euch gerne bei mir – ich freue mich immer über den Erfahrungsaustausch rund um Freizeitfahrzeuge.

Rostsanierung Sprinter – Front End

Kennt Ihr den hier?
Kommt ein Mann zu Mercedes und sagt: „Ich hab `nen Sprinter ohne Rost.“IMG_2324

In diesem Winter ist unser Sprinter mal wieder dran gewesen mit Korrosionsschutz. Unsere Roadtrips der letzten Jahre an der salzigen Meeresluft haben dem Blech stark zugesetzt.  Weiterlesen

Strandgespräche

_MG_4638v
Auf Reisen traf ich kürzlich einen netten Menschen aus dem Ruhrgebiet, der mit einem Offroad-Klappwohnwagen unterwegs war. Da ich mich für seinen Anhänger interessierte und er aus meiner Heimatstadt kam, entwickelte sich schnell eine ausgedehnte Unterhaltung. Er fragte mich, warum ich nach Münster gegangen sei und ich erzählte Ihm von meinem Studium. Wir sprachen über die Vorzüge dieser schönen Stadt in Westfalen – ich berichtete von den vielen Spielplätzen in Münster und von unseren Urlaubsreisen mit dem Sprinter. Er sagte, er habe fünf Kinder und sei Zeit seines Lebens mit dem Zelt gereist. Immer draußen zu sein, draußen zu kochen, frische Luft zu atmen, das sei Urlaub für Ihn. Mittlerweile seien die Kinder alle aus dem Haus – zum studieren in andere Städte – und er habe sich den Traum vom Campinganhänger erfüllt. Weiterlesen

Spanish Caravan

`71 Polara

dodge-26Heute habe ich den freien Tag genutzt um mit Marcel Aulbach Fotos vom Polara zu machen. Marcel ist Fotograf und ein Freund von uns, den ich über meine Frau kennengelernt habe. Er hat schon öfter Aufnahmen von Fahrzeugen angefertigt. Über die Bilder braucht man nicht viele Worte zu verlieren…

Weiterlesen

Dodge Polara meets EMP

Der EMP-Katalog für Produkte aus dem Metal- und Punk-Bereich dürfte vielen, die ihre Kindheit in den 80ern verbracht haben noch ein Begriff sein – der Mailorder existiert auch heute noch und gilt laut Wiki als „größter Versandanbieter“ in dem Musiksegment Metal. Zu meiner Jungendzeit gab es dort neben Longplayern von Slayer, Metallica & Co. auch viele Shirts mit geistreichen Aufdrucken wie z.B. „Ich bin 30, bitte helfen Sie mir über die Straße“ und so weiter. Von wem und warum sowas geordert wurde, ist mir bis heute ein Rätsel geblieben, aber die Käuferschaft scheint da gewesen zu sein. Beim shooting für den Versandkatalog, der mehrmals pro Jahr erscheint, war unser Polara kürzlich mit von der Partie. Die Bilder der Agentur Asap-Graphics sind entstanden in der Autowerkstatt unserer Freunde von CultCars auf dem Kulturgelände am Hawerkamp in Münster.


 

Dachzelt Testurlaub

IMG_4749

Endlich! Unser Autodachzelt ist fertig. Über die Arbeiten am Zelt hatte ich hier berichtet. Einen ersten Testurlaub hat das Zelt bestanden, die Bedingungen waren hart: Ein dickes Gewitter, Sturm und Schlagregen auf die Eingangsseite haben mich zwischenzeitlich ganz schön unruhig schlafen lassen… Weiterlesen

Außendusche

Für heiße Campingtage ist eine ressourcenschonende Solardusche ein must have. Einfache Plastiksäcke sind oft schon für unter 10 Euro zu finden und heizen sich in der Sonne schnell auf. Im harten Outdoor-Dauereinsatz ist Ihre Lebensdauer jedoch begrenzt. Wer etwas robusteres benötigt, für den ist der Wassersack der Schweizer Armee eine echte Alternative.

Weiterlesen

Lüftungsklappe

36130_popup

In der Nasszelle unseres Sprinters sollte eine zusätzliche Lüftungsmöglichkeit geschaffen werden. Ich habe mich für eine kleine, einfache Entlüftungsklappe mit Federausstellern entschieden, die im Fachhandel für ca. 50 Euro erhältlich ist. Das Maß für den Wandausschnitt beträgt lediglich 260 x 205 mm, daher eignet sich die Klappe gut für den Einbau in der Seitenwand des Hochdachs. Die Klappe wurde mit einer Gummidichtung geliefert, die beim Einbau außen unterlegt wird. Aus optischen Gründen habe ich die Klappe vor dem Einbau in Wagenfarbe lackiert. Da für die Innenseite keine Verkleidung erhältlich ist, habe ich ein Futter/ einen Blendrahmen gebaut, an dem ich auch eine Öse zur Befestigung eines Schlosses angebracht habe. Somit lässt sich die Klappe von außen nicht öffnen. Das Futter ist innen eingeklebt und in der Seitenwand mit Niro-Schrauben befestigt.

Klappwaschbecken Antibes tropft – Tipps zum optimieren

_MG_5043

Das im Fachhandel erhältliche Klappwaschbecken „Antibes“ dürfte dem ein oder anderen ein Begriff sein. Derjenige, der sich wie ich gegen eine Eigenanfertigung und für den Kauf des o.g. Produktes entschieden hat, wird wahrscheinlich enttäuscht gewesen sein über die mangelhafte Funktionsweise der Entwässerung. Zur Erklärung: Das Waschbecken kann mitsamt Abwasser eingeklappt werden. Das Wasser wird dann unten im Korpus des „Wandschrankes“  gesammelt – dort wird üblicherweise der Entwässerungsanschluss vorgesehen. Dies hat den Vorteil, dass die Optik im eingeklappten Zustand nicht durch in den Raum ragende Entwässerungsleitungen an der Unterseite des Beckens gestört wird. So weit, so gut. Allerdings funktioniert die „Übergabe“ des Abwassers vom Becken in den Korpus wirklich mangelhaft: An der runden Unterkante des Waschbeckens verteilt sich das Wasser beim Einklappen großflächig und läuft je nach Gefällesituation in der das Fahrzeug abgestellt ist sogar aus dem Korpus heraus wo es dann in nicht unerheblichen Mengen in den Raum tropfen kann. Ich habe das jetzt schon bei mehreren Ausbauten beobachten können und zeige nachfolgend eine einfache Möglichkeit, die Mängel bei der Entwässerung komplett abzustellen und das Waschbecken in einen voll funktionsfähigen Zustand zu versetzen. Weiterlesen